Samstag, 28. Juni 2008

Re: anonym

Aight, zu dem Kommentar von meinem letzten Blogeintrag habe ich soviel zu sagen das ich einen neuen machen muss.

"Denkst du wirklich, dass die sich dann nur aus Spaß mit so wenig Geld an den Tisch setzen? Kann es nicht eher sein, dass sie das restliche Geld davor schon alles verloren haben? "

Nein, die leute die mit sowenig Geld am tisch sitzen, sind imo zum Hauptteil leute, die halt ihre 50 Euro oder was eingezahlt haben, oder wieviel sie einzahlen können und wollen für ein bisschen spass.

Wenn ihnen das geld komplett scheissegal ist macht es auch nicht mehr soviel spass.

Es macht mehr spass mit vielen leuten (jetzt privat) um 1 und 2 cent stücke zu pokern, das ist ist jedem nicht wirklcih wichtig, aber der anreiz heute mit 10 euro nach hause zu gehen macht halt spass.

Mehr als wenn man um playmoney spielt und jeder prefop all-in schiebt weils ja eh keinen sinn hat.

Für andere leute sind 1 und 2 cent wie spielgeld und die setzen dann halt mehr.

Die setzen sich dann mit ihren 50 euro an den höchsten tisch an den sie randürfen.Ham sie mehr, gehts höher.Oder mit weniger anfangs und machen aus ihren 50 euro vielleicht sogar mal 2000 oder ähnliches, diese leute sind dann auch nciht soo am boden wenn sie diese wieder verlieren, da sie ja nur mit 50 euro angefangen haben.
Und aufgrund des hohen glücksfaktors beim pokern können so 50 euro schon durchaus eine weile halten.)
Auf der anderen Seite kommt das Geld auch von Leuten die Milliardäre sind auf dem einen oder anderen weg zu mir.(Bzw. leute mit viel geld halt)

Davon gibt es genug, es gibt einen Milliardär der bei High Stakes Poker (Tv-Show) mitgespielt hat, der online bereits mehr als 6millionen verloren hat (was ihn einen scheiss stört)


Selbst wenn die ganzen leute das teilweise auch in casinos (wo die ganzen reichenjapaner ja massig geld lassen) verzocken, die gewinner aus diesen spielen, spielen dann online und verlieren es da wieder (gegen den besten: mich loooool)

Oder die Moneymakers, die halt durch ein Turnier (bei dem sie sich mal mit 10$ einsatz qualifiziert haben) reich geworden sind (unter anderem von geld von leuten die da nur zum spassn 10k$ hinblättern UND die gibt es! Wenn ich mich in Monte Carlo oder so umschauen, da sind echt Leute dabei man glaubt es nicht, denen fallen die millionen aus der hosentasche.

Die Leute verspielen halt auch Haus und Hof wie es so schön heisst, nur die haben halt 10 Villen und 10 Ferraris!

Das ganze ist eine schwer zu erklärende / zu durschauende Industrie in der jährlich milliarden von millionen von leuten verloren werden. (und ich einen micro anteil auf dem ein oder anderne wege davon kriege)

Zum Thema Glückspielsucht hier mal ein Zitat von Michael Keiner:

"Die Frau meines Nachbars hat ein Problem. Sie kann an keinem Schuhgeschäft vorbeigehen. Im vergangenen Jahr hat sie mehr als 90 Paar Schuhe gekauft. Alle Indizien sprechen dafür, dass sie konsumsüchtig ist. Aber sie ist nicht alleine; etwa 200.000 andere Deutsche teilen ihr Problem. Und nicht zu vergessen die 25 Millionen süchtigen Raucher, die 8 Millionen Alkoholiker, und natürlich, die 300.000 süchtigen Spieler. Und nicht zu vergessen die Gruppe der Drogen- und Medikamentenabhängigen, die Sexsüchtigen, und so weiter. "

Quelle: http://docpoker.intellipoker.com/index.php/2008/01/02/von-suechtigen-und-staatlich-verordneten-schutzprogrammen/

Sicherlich gibt es Glücksspielsüchtige, die sich halt auch zum Pokern verirren. Aber das macht nur einen sehr kleinen Teil der Glücksspielsüchtigen aus, der grösste Teil sitzt vor Spielautomaten. (ich meine mal was von 95% gelesen zu haben?)Und die wären auch ohne mich da und würde ihr geld sonstwohin geben.



"Ich möchte ihnen eine Frage stellen, können sie sich morgens im Spiegel anschauen und zu sich selbst sagen, sie sind ein guter Mensch? "

Ja das kann ich! Wie mir mal jemand gesagt hat, ist ein job nur einen Art an Geld zu kommen, das entscheidende ist was man dann mit Geld anfängt.
Auch wenn jetzt vom Pokern kein wirklicher Nutzen entsteht, dies ist bei vielen Berufen der Fall.

Angenommen jemand ist Kabelverleger beim Fernsehen (oder irgendwas in dieser Industrie), bringt es jemanden was Fernzuschauen ausser Entertainment?

Jemand hat einen BWLer job bei Malboro, ist das jetzt ein schlechter Mensch?

Jemand verkauft an der Tanke Alkohol, schlechter Mensch?

Ich kann mich quasi als eine Art Geldverteiler oder anders gesagt Robin Hood sehen.Ich kann mir aussuchen ob ich mein Geld jetzt armen geben, anderen Leuten die es grade brauchen,es in etwas investieren, es ausgeben (und somit Arbeitsplätze oder whatever schaffen, ich bin keiner bwler)


Und ich habe das sogar schon einige Male gemacht! Wenn ich am Tisch den Eindruck kriege, dasderjenige vielleicht wirklich Probleme hat, hab ich ihm schon mal ein paar mal geraten das er aufhört etc. (das willnatürlich keiner hören, klar) Ich hab ein paar leuten sogar schon wieder ihr Geld zurückgegeben was sie gegen mich im HU verloren haben.Btw mit dem Resultat, das in 2 von 4 Fällen das Geld wieder prompt an mich zurückging.Einmal, sobald er das Geld hatte, ging er wieder gegen mich an den Tisch und ging sofort erste Hand all-in.Obwohl ich zu ihm gemeint hatte er soll sich das geld auszahlen lassen und sich Hilfe suchen.Das andere mal war ein Spieler so verdutzt, das er Pokerstars angeschrieben hat, das ein Fehler vorliegt und die haben mir das Geld zurückgeschickt mit dem Hinweis ich soll doch jetzt aufpassen wo ich mein Geld hinverschicke. (habs zurückgezahlt weil es smaller stakes war und ihm das Geld evtl wesentlich wichtiger war als mirund ich in diesem Fall derjenige war der nur ein bisschen Spass haben wollte, me teh fish)
Und nein, ich werde das nicht mehr machen, sollte irgendwer auf die idee kommen mich zu nerven.

Desweiteren hab ich auch schon gespendet, Leatherass (pokerpro) hat mal eine Spendenaktion gemacht zu der ich 700$ beigesteuert habe und noch andere Sachen. Generell bin ich denk ich nicht grade zu kleinlich wenn es darum geht anderen Leuten die es dringender brauchen oder das Geld mehr schätzen als ich Geld zukommen zu lassen.

Eins muss ich aber mal klar stellen,

was ich mit meinem Geld mache ist alleine meine Sache!

Ich will nix drüber hören von niemanden was er denkt was ich machen oder nicht machen sollte.

Wenn ich mir einen dritten Monitor kaufe weil ich denke das es eine lohnende Investition ist, da ich sonst Geld verliere weil sich tische überlappen und ich missclicks produzieren, dann ist das so.Das Geld kommt Amazon zu gute, ist mir auch SCHEISSEGAL ehrlich gesagt.

Ich will von niemanden hören bliblablubb, wie ich mein Geld anlegen oder verwenden oder sonstwas machen sollte, das weiss ich schon selber. Ihr habt alle keine Ahnung von Bankrollmanagement etc. Es geht euch nix an (auch mal an alle ..die ich überhaupt kenne, das geht mir aufn sack)


Und für die Leute die meine ich verdiene es nicht oder sonstwas, es steht jedem frei es nachzumachen.

Es ist nicht so einfach wie es aussieht, ich habe quasi die letzten 2-3 Jahre mehr Pokern studiert als Informatik. Ich habe 20 Bücher zu dem Thema gelesen, und das hat mir noch nen scheiss gebracht, ich habe mittlerweile über 100 gedruckte Seiten an Pokerberechnugnen und Notizen angestellt.Unzällige Modelle zur Pokertheorie in irgendwelche Programme eingegeben.


Das Geld geht immer an Leute für etwas, was viele machen wollen, aber nicht viele können.Sonst würde es ja jeder machen. (gibt auch viele scheinbar gleiche tätigkeiten die immens mehr kohle geben als andere in der normalen wirtschaft)


Und es ist nicht mal das Geld was mich am Pokern reizt.

Scheiss auf das Geld quasi, es ist absolut nichts tolles daran Geld zu haben.Wenn ich irgendwohin nach Vegas oder sonstwohin fahre mal eben weil ich es mir leisten kann und ich denke das es lohnend wäre, dann ist das nicht so toll . Wenn ich mir was auch immer kaufe, das ist nicht toll. Man ist ohne Geld genauso glücklich.(glaubt mir, ich hatte beides)

Man gewöhnt sich an alles sehr schnell, zurückgewöhnen ist dann eher schwieriger.(Antje solltest du das lesen, ich versteh dich /euch nzwischen vollkommend.)


Was mich am Pokern reizt ist nach wie vor die Challenge, im akademischen Sinne oder sagen wir im sportlcihen Sinne. Es ist einfach ein Spiel das man versucht sogut wie möglich zu spielen um den größtmöglichen Erfolg zu haben.

Erfolg wird beim Pokern nun mal daran gemessen wieviel Geld man macht. (und imo mit welcher varianz man das tut)

Und ausserdem ist es halt einfach nicht lohnend gegen nur gute Spieler zu spielen, anders krieg ich halt mehr Geld zum "verteilen".

Des weiteren reizt mich nur das spielen, sondern eigentlich viel mehr poker zu analysieren und zu verstehen. (deswegen akademisch). Spielen ist nur ausprobieren von gerade analysiertem.


Und nicht nur das es der sportlcihe Anreiz ist, Pokern an sich als Geldbeschaffungsmethode ähnelt nun mal (fast) meinem Idealbild.

Vorteile:


-freie Zeiteinteilung

- persönlciher Einsatz wird mit mehr $ belohnt

- Aufstiegschancen ohne Ende

- Herausfordernd, jeden Tag neu, wissenschaftlicher drang (rausfinden was ander noch nciht rausgefunden haben)

- mache ich meine Arbeit nicht gut, schadet es keinem! keiner ist sauer.

- ich bin keinem gegenüber verantwortlich, kein chef, nur mir selber.

- Thematik der Wahrscheinlcihkeitsrechnung /EV unglaublich interessant.

- Ich der Computer and myself, auch wenn viele das als Nachteil empfinden, ich finde es gutkeinen zum Arbeiten zu brauchen / wiederum keinen verantwortlich sein zu müssen.


Nachteile haben nicht alle mit Pokern zu tun...

- Reaktion von sogut wie allen Menschen wenn man ihnen erzählt das man das Geld ja "nur" gewonnen hat.

- Unverständnis und Unwissen aller Menschen über Pokern und Wahrscheinlichkeitsrechnung überhaupt.

- Ich hasse es mit anderen über Pokern reden zu müssen. (weil ich ihnen nicht alles von vorne erklären kann oder will und ich sie dann mit vereinfachten und nicht komplett richtigen Aussagen abspeisen muss)

- Varianz.. ist durchaus nervig klar

- Damit verbundener nötiger Zeitaufwand, will man sicher sein Gewinn zu erzielen.(2h am tag würden dir vielleicht einen gewinn von 9000 Euro im Schnitt sichern, es besteht aber die (0,1%) chance, das man damit 4500 Euro im minus landet) Und bei den 2h sind dann keine lern/analyse Zeiten bei.Wollte man Pokern proffesionell betreiben, sollte man schon eine 50h woche (6 wochen urlaub, 2 wochen krank)hinlegen IMO

-Zeiteinteilung auch nicht so frei, haupspielzeiten wären 5 uhr frühs- 12 uhr mittags

-Der Fakt das man kein "normales" Leben führt was gesellschaftlich akzeptiert ist.

- Ja und der Punkt dass das Ergebnis der Arbeit eigentlich nichts ist ausser Geldbeschaffung (entertainment hätten die fische ja auch ohne mich)

Allerdings überwiegen halt die positiven Punkte für mich die negativen.

Hier noch ein paar Kommentare aus einem stoxpoker thread zum selben thema, die ich gut finde:

"Yet we have Michael Schumacher who at his peak was the best payed sportsman in the world and he was driving a car in circles. I repeat: he was driving a car in circles. Why would nobody ever ask him whether he thinks his job was meaningful?"

"Online, you're entertaining my friend Jeff, who just wants to have some fun so he plays half his hands and bluffs them all. Sure you may not chat with him, and he may think some of us are bots, but he refuses to play vs a computer or for play money, otherwise it isn't "real". He spends some of his entertainment budget on poker and gets great enjoyment from it."

"We humans are a competitive bunch, and if we compete on the felt or the track or the boardroom instead of with fists, so much the better."

"No.Next question please."

Leatherass:

"I pay my taxes and mostly take from those who already have a lot of money and who obviosuly willingly risk it. I try and do what I can finanically to help those less fortunate and have big plans for my money in the form of foundations and experimental charities that I belive could alter the way the USA approaches people from all different backgorunds. I proudly look myself in the mirror and believe with all of my heart that me playing poker is a very good thing for a lot of people. Btw how many jobs actually are widely considered as noble? Not many imo."


Ende


So, nachdem ich jetzt ka paar Stunden für das schreiben von dem Zeug hier gebraucht hab (brauch da immer ewig),wird das vermutlich das letzte sein was ich zu diesem Thema sage.Wer Rechtschreib und formulierungsfehler findet darf sie behalten, hab ich jetzt keinen Nerv für.


Und auch wie ich grad drauf bin auch das letzte was ich jemals bloggen werde, mir geht es auf den Sack in der öffentlichkeit zu stehen, mich zu random kommentaren äußern zu müssen, wie gesagt generell über Poker zu diskutieren.. Ich wünschte ich hätte dieses Kack Monte Carlo Turnier nie gewonnen (beim letzten Klassentreffen hat JEDER davon gewusst)

Und ich werde auch nie wieder Turniere spielen!


Tschö!

Kommentare:

Folder hat gesagt…

-bin ein anderer als der poster auf den du dich beziehst-

"Wie mir mal jemand gesagt hat, ist ein job nur einen Art an Geld zu kommen, das entscheidende ist was man dann mit Geld anfängt."

Das ist aber eine äussert deprimiernde Sicht der Dinge, dieser Person.

Arbeit ist doch viel mehr als bloss ein Mittel zur materiellen Existenzsicherung. Arbeit verschafft Anerkennung, Selbstbewusstsein und soziale Kontakte. Mann verbringt die Hälfte seines Lebens in der Arbeit (natürlich auch um die andere Hälfte zu finanzieren). Der Mensch will etwas leisten, etwas erschaffen. Rückblickend zu sagen "Ja ich hab halt dort 40jahre lang Geld verdient" sollte nicht das Ziel sein.


Abgesehen von dieser Aussage kann ich dir aber nur zustimmen.

Die Grössten Teile des Gewinns eines Pokerprofis kommen von
-Reichen
-anderen (bissal schlechteren)Pokerprofis

allerdings muss man sich auch der Realität stellen das ein kleiner/minmaler Teil von krankhaft Spielsüchtigen ("ich hab nur pech!!") kommt die damit ihre Existenz bedrohen.

martin hat gesagt…

Der Kommentar der dich so sauer gemacht hat war übrigends zu grössten teilen nur ein Copy&Paste von ner seite namens http://www.poker-verbot.de/

Lass dich des ned so sehr stressen :)

Man sieht sich bei den Prüfungen,
gruss martin

Jan hat gesagt…

lool, Penner!

Felix hat gesagt…

Mein Gott bist du sensibel. Du lässt dich von einem kopierten Kommentar aus der Fassung bringen und schreibst stundenlang an einer Rechtfertigung? Das ist beeindruckend.

Ich hätte mir an deiner Stelle jedenfalls nichts daraus gemacht und das ganze unkommentiert gelassen. Jeder Mensch ist für sich selbst verantwortlich und wenn jemand Haus und Hof beim Pokern einsetzt und es an dich verliert, ist das sein Ding. Er allein trägt die Verantwortung für sein tun und niemand anderes.

Felix hat gesagt…

Achja zum THema Spenden fällt mir noch der malawiing Pokerblog ein. Dort findet regelmäßig ein "Race for Malawi" statt. Alle erspielten Einnahmen werden gespendet. Weitere Informationen findest du unter http://pokergame.pl/myPG2/malawiing/2008/06/13/5-race-im-newsletter-manele/

Jan hat gesagt…

Der kopierte Kommentar stellt eine Meinung da die durchaus bei vielen verbreitet ist.
Deswegen wollte ich dazu auch antworten was ich dazu denke.

Da ich grad zufällig in Barry Greensteins Buch drüber gestolpert bin, hier ist was er dazu sagt:

"I like to think of myself as a modern-day Robin Hood. By using my wits, I take money from rich people for the benefit of others. I provide comfort and security for my family and I also help the needy. Giving to charity is my way of doing something constructive with this inherently nonproductive proffession.
"

Für die, die es nicht wissen, Barry Greenstein spendet alle seine Turniergewinne und hat bereits mehrere Millionen gespendet!

Ich bin momentan noch in der "Security phase" mehr geld heisst im Pokern auch mehr security, etwas was man fast nicht genug haben kann wenn man pokert und man bekommt diese nicht schnell.
(hier spielen die gründe "ich weiss selber was ich mit meinem geld mache" und "man sollte als profi nicht nur 2h am tag spielen" rein)


Aber hiermit verspreche ich mal das ich es Barry Greenstein nachtue und alle meine zukünftigen Turniergewinne spenden werde (bis auf Travel expenses).

Anonym hat gesagt…

@Jan

Danke für deine (zeitintensive) Antwort. Ich wollte dich mit meinem Kommentar in keinster Weise persönlich angreifen,
sondern nur meine Meinung (als nicht Pokerspieler) zum Pokern äußern. Und das sollte, auch wenn sie mal etwas kritischer ist, erlaubt sein.

Als Außenstehender, wie du ja selber gesagt hast, haben viele meine Meinung, dass die Winningplayer auf kostet der 80%?? Verlustspieler ihr Geld verdienen.
Welche Meinung sollten sie auch sonst haben?
Ob die 80 % alles reiche Leute sind kann ich schlecht beurteilen. Woher beziehst du die Zahlen, dass fast nur Reiche oder andere Profis an deinen Tischen sitzen? Und vorallem von wem gewinnen die (etwas schlechteren) Profis ihr Geld? Auch nur von den Reichen? Das würde im Umkehrschluss ja bedeuten, dass jeder Arme ein Winningplayer sein muss. Oder habe ich gerade einen Fehler in der Logik?



"Und ich habe das sogar schon einige Male gemacht! Wenn ich am Tisch den Eindruck kriege, dasderjenige vielleicht wirklich Probleme hat, hab ich ihm schon mal ein paar mal geraten das er aufhört etc. (das willnatürlich keiner hören, klar) Ich hab ein paar leuten sogar schon wieder ihr Geld zurückgegeben was sie gegen mich im HU verloren haben."

Sehr löblich!

Allerdings denke ich (bzw. hört man es ja täglich in den Medien), dass die meisten Spielsüchtigen ihre Sucht verheimlichen (vor der Familie etc.). Deshalb kann man als Mitspieler auch nicht erkennen, ob man gerade gegen einen Milliardär spielt, dem es langweilig ist oder eben gegen einen Spielsüchtigen.


"Auch wenn jetzt vom Pokern kein wirklicher Nutzen entsteht, dies ist bei vielen Berufen der Fall.
Angenommen jemand ist Kabelverleger beim Fernsehen (oder irgendwas in dieser Industrie), bringt es jemanden was Fernzuschauen ausser Entertainment?"

Das ist so nicht richtig, (fast) jeder Beruf hat einen Nutzen. Zum einen natürlich für die Person selber (siehe auch den Beitrag von folder), da sie damit ihren Lebensunterhalt finanzieren kann und somit mit dem Geld wieder das Einkommen anderer Menschen sichert (Brot beim Bäcker, das Fleisch beim Metzger, etc.). Und gerade dein Beispiel mit dem Fernsehen hat doch noch viel mehr Nutzen. Bildung, Nachrichten aus Politik, Wirtschaft und Weltgeschehen, Sport, etc., etc. Oder bist du der Meinung, dass z.B. heute Abend auf den ganzen Fanmeilen in Deutschland das Entertainment der einzigste Nutzen ist?

@martin

Das hast du natürlich schlau gemacht. Von deinem Kommentar kann ich jetzt gar nichts kopieren, weil nichts informatives vorhanden ist.

MfG Flo

PS: Du brauchst auch keine Zeit zum Antworten mehr investieren. Der gestrige Beitrag von mir sollte nur ein kleiner Gedankenanstoß sein. Jeder muss natürlich selber wissen, was er für richtig hält.

Anonym hat gesagt…

Noch ein kurzer Nachtrag von mir, nachdem ich ja so gerne kopiere!

@felix

"Jeder Mensch ist für sich selbst verantwortlich und wenn jemand Haus und Hof beim Pokern einsetzt und es an dich verliert, ist das sein Ding. Er allein trägt die Verantwortung für sein tun und niemand anderes."

Das ist eine gute Einstellung, das muss ich schon sagen! Es lebe der Egoismus!

Felix hat gesagt…

Sicher ist das eine gute Einstellung. Wenn ich mich mit allem Leid auf der Welt beschäftigen würde, wäre ich ein verbitterter Mensch voller Hoffnungslosigkeit.

Sicher, wenn ich so viel Geld wie Greenstein gewinnen würde, könnte ich mir auch vorstellen etwas zu Spenden und gutes tun. So lange Pokern nur ein Hobby ist (das wird es auch bleiben) und es um Summen im dreistelligen Bereich geht, habe ich Spaß an der Sache ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.

@Flo: Was hälst du eigentlich von Pokerplattformen, die von ausnahmslos jedem Spieler einen Teil des eingesetzten Geldes einbehalten? (Rake bzw. Turniergebühr)

martin hat gesagt…

Don't feed the Troll

Anonym hat gesagt…

@felix

Ich hab gar nichts gegen Pokerplattformen. Diese bieten dafür eine Dienstleistung an und nebenenbei schaffen sie damit auch noch Arbeitsplätze. Und ob der Rake zu hoch ist? Angebot und Nachfrage regelt den Markt. Genauso war es beim Schumacher. Er hat deshalb so viel Geld verdient, weil Millionen von Menschen Spass daran hatten, sich jede Woche das Rennen anzuschauen. Aus meiner Sicht also nicht wirklich nutzlos.


@martin

:-) Keine Angst letzter Beitrag von mir. Trollig waren aber wohl eher deine Kommentare, weil diese weit weniger mit dem Thema zutun hatten als meine. Oder was war deine Aussage/Meinung?


Ich wollte nur meine Meinung dazu äußern und natürlich könnt ihr auch alle eine andere haben. Damit hab ich kein Problem. Nur für mich ist Pokern eben auf Kosten von anderen. Das Geld das du gewinnst, verliert jemand anderes, ohne das du dafür eine Dienstleistung erbringst. Deshalb ist für mich Pokern auch kein Beruf. Und wie der Felix geschrieben hat, dass er es nur als Hobby betreibt, dagegen ist ja gar nichts zu sagen. Das Problem sehe ich eher darin, dass es von vielen Seiten als Beruf suggeriert wird und damit meine ich keinen hier im Forum.


Flo

Antje Heckel hat gesagt…

Haette ne Menge zu sagen, aber da ich kein regelmaessiger Besucher diese Webseite bin, sollte ich mich wahrscheinlich nicht zu sehr einmischen. Wollte nur sagen, dass ich stolz auf meinen Bruder bin, fuer die Ehrlichkeit und den Mut, sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen.
Ist sehr einfach, jemanden schnell mal zu verurteilen aber sehr schwer, sein eigenes Leben zu betrachten und sich zum besseren veraendern! Ich wuerde vorschlagen, wir sollten alle mit uns selbst anfangen!!

Antje (Jan's Schwester)

reite hat gesagt…

mit sicherheit wäre es sehr schade und vielleicht auch falsch aufgrund von solch einem (kopierten) kommentar, das Bloggen ganz aufzuhören!! Hab deine Posts gerne gelesen und bin mit Sicherheit nicht alleine!! Hab auch in vielen anderen Foren, oder Blogs links speziell auf deine Beiträge gesehen.
Also bitte weiterbloggen!
Ein treuer Leser.

jens hat gesagt…

Hallo Jan ,

Durch Zufall habe ich mal wieder in eurem Blog vorbeigeschaut um zu sehen wie es dir Daniel und Andi geht.

Wie kannst du dich von so einem Kommentar aus der Bahn werfen lassen?

Der Poster hat doch schon das einzig richtige gesagt "Er ist kein Pokerspieler" genausowenig wie Kaffetrinker (weil Kaffee zu 40 % von unter 15 jährigen abgebaut wird), Alkoholgenießer (und damit Verherlicher der Volksdroge Nr.1), Raucher ( niemals er arbeitet bei der Krebsvorsorge) und er ist auch noch niemals mit dem Auto, Bus oder Zug gefahren weil die Umweltbelastung zu groß ist!

@ anonym ! Bitte Belaste deine Mitmenschen nicht so sehr!

Wenn du etwas ändern willst dann geh als Missionar nach Africa und hör auf einem jungen Mann Selbstzweifel einzureden.

Ich wünsch euch allen alles gute! schöne grüße aus Augsburg.

Jens von PPS.

Jan hat gesagt…

Geiler Komment Jens ^^.

Das mit dem Kaffee war mir bis jetzt noch nicht so bewusst... JETZT KANN ICH KEINEN KAFFEE MEHR TRINKEN, DANKE!

Ne Schmarn, ich trink ja eh keinen.

Es gibt sicherlich viel zu viel auf der Welt über was man sich Sorgen machen kann. (was dürfte man überhaupt noch essen etc. )

Und das ich nichts mehr posten will, denk Gedanken hatte ich schon vor dem Kommentar.
Ich wollte auch das was ich dazu geschrieben hab schon vorher schreiben (hatte ja auch nicht nur damit zu tun).

Nur hatte ich mir noch nie die Zeit dafür genommen. Aber da ich ja dazu gezwungen wurde...

Naja mal schaun mit dem bloggen, nen richtiges Tagebuch wars ja schon länger nimmer.


Gruß, Jan

Anonym hat gesagt…

bester pokerblog den ich je in meinem leben gelesen hab.

Jemand der sich für die User zeit nimmt und dann so etwas tiefgründiges postet. Mir gefällt deine einstellung und ich würde es schade finden.

Jedoch sollte dir auch bewusst sein, solltest du ein PRO sponsoring bekommen wirst du wohl oder übel dafür zur verfügung stehen müssen und dich in die öffentlickeit rücken lassen - ist bei fußballern so, bei eishockeyspielern bei handball spielern und bei sonstigen "spielern" oder sagen wir eher sportlern.

Aber wenn du frei von Verträgen bist, bist du wie du selbst sagst deni eigener chef also don't care about poker blogs :)

gl und nice hands

flo